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2022

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5 Min.

Online Casino Geld zurück

Online Casino Geld zurück: Mit helpcheck ohne Kostenrisiko!

Magnus Kaminski
geprüft von 
Magnus Kaminski

Legal Tech Experte

Stephanie Prinz
Autor: 
Stephanie Prinz

Das Wichtigste in Kürze 

  • Bis einschließlich 30.06.2021 durften bestimmte Glücksspiele nicht virtuell (online) veranstaltet werden. Anbieter, die gegen dieses Verbot verstoßen haben, können dafür vom Spieler belangt werden
  • Für die Forderung spielt es keine Rolle, wo der Anbieter seinen Sitz hat. Denn nach den Vorschriften des GlüStV sind immer die Regelungen des Landes, in dem der Spieler wohnt, maßgeblich
  • Mit einer erfolgreichen Klage erhalten Sie alle Verluste, die Sie in einem illegalen Online Casino erlitten haben, zurück. Denn der Anbieter hätte Ihr Geld niemals annehmen dürfen 

Noch heute Rückzahlungsanspruch prüfen lassen und Glücksspielverluste zurückfordern

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1Was ist ein Online-Casino?

Der Begriff des Online Casinos wird in § 4 Abs.4 GlüStV als „öffentliche Glücksspiele im Internet“ definiert. Grundsätzlich geht der Gesetzgeber also davon aus, dass bei einem Online Casino klassische Casinospiele schlicht ins Internet verlagert werden, es im Übrigen aber keine großen Unterschiede zu einer regulären Spielhalle gibt. 

Außerdem gilt:

„Ein Glücksspiel liegt vor, wenn im Rahmen eines Spiels für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt“ (§ 1 Abs.1 Satz 1 GlüStV). 

Bis 30.06.2021 waren Online Casinos in Deutschland verboten. Eine Ausnahme galt lediglich für Spieler aus Schleswig-Holstein, denn das Land hat einigen Anbietern explizite Lizenzen für die Veranstaltung solcher Glücksspiele erteilt. In allen anderen Bundesländern galt die Regelung des GlüStV und damit das Verbot aber ohne Einschränkungen. 

Mittlerweile – also seit 01.07.2021 – sind Online Casinos zwar bundesweit erlaubt, die Anbieter benötigen aber trotzdem eine vollwertige Lizenz. Diese darf von der zuständigen Behörde (= in der Regel dem Innenministerium bzw. seinem Geschäftsbereich) nur erteilt werden, wenn:

  • Es handelt sich nicht um ein Glücksspielangebot, das Spiele umfasst, die durch den GlüStV explizit verboten sind
  • Der Anbieter stellt sicher, dass minderjährige oder gesperrte Spieler keinerlei Zugang zum Angebot erhalten
  • Der Veranstalter gewährt weder direkte noch indirekte Darlehen an seine Spieler, etwa durch einen „Vorschuss“
  • Suchtanreize durch schnelle Wiederholungen von Spielabläufen sind nicht gegeben 
  • Für jede Spielform gibt es einen optisch und technisch abgetrennten Spielbereich im Online-Angebot des Casinos
  • Alle weiteren Anforderungen des GlüStV, die an normales Glücksspiel gestellt werden, sind ebenfalls gegeben

Die Auflagen des § 4 Abs.5 und zusätzlich des § 4a GlüStV sind also hoch. Viele Online Casinos haben daher auch nach dem 30.06.2021 keine Lizenz erhalten oder diese gar nicht erst beantragt. Für als Spielerin oder Spieler hat dies zur Folge, dass Sie auch weiterhin Ihr Geld zurückerhalten können. 

23 wichtige Fakten – Geld zurück im Online Casino 2022

Mit Wirkung zum 01.07.2021 ist in Deutschland der neue GlüStV, der auch Online Casinos eine entsprechende Lizensierung ermöglicht, in Kraft getreten. Einige Fakten rund um Ihre Möglichkeiten als Spielerin oder Spieler. 

  1. Online Casinos werden nicht automatisch legal!

Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein konnten Anbieter von Online Casinos vor dem 01.07.2021 keine Lizenz beantragen, weil Online-Glücksspiel generell verboten war. Ausnahmen galten lediglich für Pferdewetten und Lotto, aber auch hier nur in engen Grenzen. Seit dem 01. Juli 2021 ist das anders, nun dürfen Anbieter auch Online-Glücksspiel anbieten.

Sie benötigen dafür aber alle offiziellen Lizenzen, die der GlüStV für Casinos vorschreibt. Ein vor der Änderung des Vertrags illegales Casino bleibt auch danach illegal, wenn der Anbieter die vorgeschriebene Erlaubnis der Behörden nicht einholt. 

  1. Es kommt nicht auf den Sitz des Anbieters an!

Viele Anbieter illegaler Online Casinos haben ihren Sitz beispielsweise auf Malta. In Gerichtsverfahren reden sie sich immer wieder damit heraus, das maltesische Recht wäre anwendbar und nach diesem wurden alle Vorschriften eingehalten. Allerdings gilt nach § 3 Abs.4 GlüStV, dass das Glücksspiel immer dort veranstaltet wird, wo der Spieler die Möglichkeit zur Teilnahme bekommt. 

Beispiel: Greifen Sie von Ihrem PC in Deutschland auf ein maltesisches Online Casino zu, ist der Ort der Teilnahme Deutschland. Damit ist der deutsche GlüStV anwendbar, das Casino darf nach dem örtlichen Recht nicht veranstaltet werden (vor dem 01.07.2021) beziehungsweise nur mit entsprechender Lizenz (ab dem 01.07.2021).

  1. Sie können vom Online Casino Geld zurück erhalten! 

Hat der Anbieter ohne vorgeschriebene Lizenz Online-Casinospiele angeboten, waren und sind alle Vereinbarungen, die Sie als Spielerin oder Spieler abgeschlossen haben, unwirksam. Denn der Anbieter darf nach § 6b GlüStV nur dann überhaupt Geld von Ihnen einziehen und verwahren, wenn er über alle notwendigen Lizenzen verfügt. Solange das nicht der Fall ist, haben Sie die Beträge zu Unrecht auf das Konto des Anbieters überwiesen.

Hätten Sie kein Geld eingezahlt, hätten Sie auch keine Verluste erzielen können. Daher haftet der Anbieter für erzielte Gesamtverluste und muss sie Ihnen unter Umständen wieder auszahlen.

3Online Casino: Geld zurück-Erfahrung

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten auch Sie Ihr Geld, dass Sie im Online Casino verloren haben, vom Anbieter zurück. helpcheck gibt einen kurzen Überblick über die Chancen und die richtige Vorgehensweise, um eine möglichst hohe Summe ausgezahlt zu bekommen. 

Geld zurück – wie stehen die Chancen?

Grundsätzlich stehen die Chancen gut, Geld aus einem illegalen Glücksspiel zurückzuerhalten. Allerdings ist zwischen Gewinnen und Verlusten zu unterscheiden, denn haben Sie „unterm Strich“ einen Gesamtgewinn erzielt, können Sie nichts vom Anbieter zurückfordern. Warum auch, Sie haben Ihre eingezahlten Gelder ja bereits mit Gewinn wieder ausgezahlt bekommen. 

Haben Sie allerdings einen Verlust gemacht, also „unterm Strich“ Geld verloren, können Sie die gesamte Summe von Ihrem Vertragspartner zurückverlangen. Beachten Sie dabei, dass Sie nach der DSGVO ein Auskunftsrecht bezüglich der ein- und ausgezahlten Gelder haben. Auf Anfrage muss der Anbieter Ihnen den Saldo mitteilen, sodass Sie auf einen Blick sehen, wie hoch der Gesamtverlust ausgefallen ist. 

Diesen Verlust können Sie dann in vollem Umfang zurückfordern, sofern der Anbieter die gesamte Zeit über illegale Online Casinos angeboten hat. Wurde er direkt am 01.07.2021 lizensiert und haben Sie danach weitere Verluste gemacht, können Sie diese nicht zurückverlangen. Maßgeblich ist dann der Saldo bis 30.06.2021. 

Hinweis:

Die fällige Rückerstattung des Anbieters ermittelt sich also wie folgt: Einzahlungen abzüglich Auszahlungen (Kontosaldo)

Holen Sie sich anwaltliche Unterstützung!

Als Verbraucherin oder Verbraucher haben Sie nach der DSGVO sehr weitreichende Auskunftsrechte. Sie können sich den gesamten Saldo vom Anbieter mitteilen lassen und Ihre Rückforderung mit Bezug auf die fehlenden Voraussetzungen des GlüStV selbstständig geltend machen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die meisten Anbieter hier schlicht nicht reagieren. Spielerinnen und Spieler werden ohne Anwalt und rechtliche Schritte kaum ernst genommen. 

Bei helpcheck holen Sie sich professionelle Unterstützung und profitieren von einem effizienten Verfahren zur Rückforderung von Online Casino Verlusten. Es läuft in diesen Schritten ab: 

  1. Sie füllen das Online-Formular aus. Hier geben Sie uns einige Informationen, etwa zu Ihrem Wohnort, dem Anbieter und dem Zeitraum, in dem die Verluste entstanden sind. 
  2. Einer unserer Experten kontaktiert sie und zeigt, welche Möglichkeiten es in Ihrem Fall gibt. Hierbei fordern wir auch alle nötigen Unterlagen beim Anbieter an. Entscheiden Sie sich für eine Beauftragung, setzen wir die Forderung erst außergerichtlich und – wenn keine Reaktion erfolgt – auch gerichtlich durch. 
  3. Wir übernehmen alle Kosten, auch die für das Gerichtsverfahren. Ein Honorar stellen wir Ihnen nur in Rechnung, wenn tatsächlich der gewünschte Erfolg eintritt. Verlieren wir aber gegen den Anbieter und erhalten Sie Ihre Verluste nicht zurück, sind unsere Leistungen für Sie kostenfrei.

Sie tragen also keinerlei Kostenrisiko. Dennoch bestehen gute Erfolgschancen, wie zahlreiche Gerichtsurteile zeigen (etwa vom LG Regensburg, 31.05.2021, Az. 71 O 3074/20). Hier hat eine Spielerin über 58.000 Euro Verluste aus einem illegalen Online Casino zurückerhalten. 

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4Wie sieht die aktuelle Glücksspiel-Lage in Deutschland aus?

Vor dem 30.06.2021 durfte Online-Glücksspiel in Deutschland nur angeboten werden, soweit es sich um lizensierte Lotterien oder Sportwetten handelte. Auch bei Letzteren gibt es allerdings Zweifel an der Legalität, wobei es sich hier nach wie vor um eine rechtliche Grauzone handelt. Sicher ist, dass Online Casinos vor dem 30.06.2021 keine Glücksspiellizenz in Deutschland erhalten konnten und ihr Angebot daher stets illegal war. 

Erst ab dem 01.07.2021 können Online Casinos eine Lizenz beantragen, sie müssen dabei aber die strengen Voraussetzungen des umfassenden Glücksspiel-Staatsvertrags erfüllen. Tun sie das nicht und bieten ihre Leistungen trotzdem an, sind sie weiterhin illegal. Bestimmte Online-Glücksspiele sind auch nach dem neuen GlüStV illegal, etwa Black Jack und Roulette. Automatenspiele (Slots) und Poker sind aber mittlerweile zulässig. 

Übrigens:

Eine nachträglich beantragte Lizenz ändert nichts daran, dass alle vorher veranstalteten Glücksspiele illegal sind. Denn die Zulassung durch die Behörde gilt immer nur für die Zukunft, rückwirkend kann sie nicht erteilt werden.

Häufige Fragen

Wie erfahre ich, wie hoch mein Gesamtverlust ist?

Wann kann ich meine Online Casino Verluste mit helpcheck zurückfordern?

Können Anbieter auch heute noch illegal sein?

Über den Autor

Stephanie Prinz

Stephanie Prinz ist bei helpcheck seit 2018 im Bereich Business Development tätig. Bereits während Ihres abgeschlossenen Master Studiums der Kommunikationswissenschaften an der RWTH Aachen interessierte Sie sich für Verbraucherrechte und absolvierte im Zuge Ihres Auslandssemester in San Diego, Kalifornien, verschiedene Praktika in aufstrebenden Legal Tech-Unternehmen. Seit 2022 ist sie im Rahmen des helpcheck Online-Ratgebers für die Themen Arbeitsrecht und Finanzen zuständig und kümmert sich um die sprachliche Qualität aller Texte.

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