Bußgeld: Blitzer auf der Autobahn – so teuer kann es werden

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Bußgeld für einen Blitzer auf der Autobahn liegt für PKW ohne Anhänger zwischen 20 und 700 Euro; bis 15 km/h Überschreitung wird nur ein Verwarnungsgeld (20–40 Euro) fällig.
  • Punkte gibt es ab 21 km/h zu viel, ein reguläres Fahrverbot ab 26 km/h nur für Wiederholungstäter bzw. sonst ab 41 km/h.
  • Die Autobahn zählt als Straße außerorts - es gelten dieselben Sätze wie auf der Landstraße. Ab 60 Euro kommen rund 28,50 Euro Gebühren hinzu.
  • Ein Einspruch lohnt sich häufig, etwa bei Mess- oder Beschilderungsfehlern. Dafür gilt eine Frist von zwei Wochen.

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1Wie viel Bußgeld kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Autobahn?

Wer auf der Autobahn geblitzt wird, muss mit gestaffelten Bußgeldern, Punkten in Flensburg und auch einem Fahrverbot rechnen. Die Höhe der Strafe richtet sich nach der Geschwindigkeitsüberschreitung und ist im aktuellen Bußgeldkatalog geregelt. Bis 15 km/h Überschreitung bewegen sich Autofahrer noch im Bereich der Verwarnungsgelder. Oberhalb drohen Strafen, die ein Bußgeld nach sich ziehen.

Überschreitung (km/h)
Bußgeld
(Euro)
Punkte
in Flensburg
Fahrverbot?
16- 20
60
0
nein
21- 25
100
1
nein
26 - 30
150
1
1 Monat*
31 - 40
200
1
1 Monat*
41 - 50
320
2
1 Monat
51 - 60
480
2
1 Monat
61 - 70
600
2
2 Monate
über 70
700
2
3 Monate

* Ein Fahrverbot droht, wenn innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten zweimal eine Überschreitung von 26 km/h oder mehr festgestellt wurde.

Gut zu wissen:

Bei Geschwindigkeitsmessungen wird ein Toleranzabzug zum Ausgleich von Messfehlern vorgenommen. Bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h werden 3 km/h abgezogen, darüber drei Prozent der gemessenen Geschwindigkeit. Wird die Ordnungswidrigkeit mit ProViDa festgestellt, werden 5 km/h bzw. fünf Prozent von der ermittelten Geschwindigkeit abgezogen.

2Rechenbeispiele: So viel zahlen Sie konkret

  • 20 km/h zu schnell: 60 Euro, keine Punkte, kein Fahrverbot.
  • 30 km/h zu schnell: 150 Euro und 1 Punkt; ein Fahrverbot droht nur bei Wiederholung innerhalb von 12 Monaten, was bei Tempoverstößen vor allem dann relevant wird, wenn innerhalb dieses Zeitraums erneut mindestens 26 km/h erreicht werden.
  • 40 km/h zu schnell: 200 Euro und 1 Punkt; Fahrverbot ebenfalls erst bei Wiederholung.
  • 50 km/h zu schnell: 320 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

Je nach Fall unterscheidet der Bußgeldkatalog außerdem Bereiche wie 16–20 km/h, 21–25 km/h zu schnell, 26–30 km/h, 31–40 km/h, 41–50 km/h und 51–60 km/h.

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Eine deutsche Autobahn von oben.

3Wo und wie wird auf der Autobahn geblitzt

Auf freigegebenen Abschnitten ohne Tempolimit drohen keine Blitzer – wer dort mit 150 km/h unterwegs ist, begeht keine Ordnungswidrigkeit. Geblitzt wird dort, wo eine Höchstgeschwindigkeit gilt: in Baustellen, an Unfallschwerpunkten, in Tunneln und auf beschilderten Teilabschnitten; je nach Fahrzeugart kann die ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung aber abweichen. Beliebte Standorte für feste Anlagen sind außerdem Autobahnbrücken. Für Lkw gilt auf der Autobahn regelmäßig höchst 80 km h, und für Fahrzeuge über 3,5 t fallen die Bußgelder höher aus, teils schon bei niedrigeren Schwellenwerten.

Autobahn-Baustelle: Blitzer und Kontrollen

Baustellen sind einer der häufigsten Orte, an denen Autofahrer auf der Autobahn geblitzt werden. Hier werden die Fahrspuren oft verengt und die zulässige Geschwindigkeit deutlich abgesenkt – mitunter bis auf 60 km/h. Gerade in Baustellen lohnt sich ein genauer Blick auf die Beschilderung: Ist sie unklar, verdeckt oder unvollständig, kann das ein Ansatzpunkt für einen Einspruch sein.

Abschnittskontrolle (Section Control)

Bei der Abschnittskontrolle wird nicht an einem einzelnen Punkt, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke gemessen. Die Anlage erfasst die Fahrzeit zwischen zwei Messpunkten und errechnet daraus das Tempo. Wer also kurz vor einem Blitzer abbremst, umgeht diese Kontrolle nicht.

Mobile Messung und ProViDa

Mobile Blitzer stehen häufig in Baustellen oder an Abschnitten mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit. Je nach Anlage erfolgen mobile Messungen mit Radar, Laser oder Induktionsschleifen; dabei wird eine Toleranz berücksichtigt. Radarmessungen nutzen den Doppler-Effekt zur Geschwindigkeitsberechnung, Lasersysteme (LIDAR) ermitteln die Geschwindigkeit durch Infrarot-Lichtimpulse, und Induktionsschleifen messen sie über Veränderungen des Magnetfelds. Zusätzlich sind ProViDa-Fahrzeuge (Proof-Video-Data-System) im Einsatz – meist zivile Polizeifahrzeuge, die Geschwindigkeitsüberschreitungen per Video aufzeichnen und anschließend mit dem ViDistA-Verfahren (Video-Distanz-Auswertung) auswerten. Da diese Messung ohne sichtbaren Blitz erfolgt, bemerken viele Fahrer das „Blitzen durch Nachfahren" zunächst gar nicht.

Abstandsverstoß auf der Autobahn

Neben der Geschwindigkeit wird auf der Autobahn häufig auch der Sicherheitsabstand überwacht – oft per Videomessung von Brücken. Wer den vorgeschriebenen Abstand deutlich unterschreitet, muss ebenfalls mit Bußgeld, Punkten und gegebenenfalls einem Fahrverbot rechnen. Maßgeblich ist das Verhältnis von Abstand zur gefahrenen Geschwindigkeit.

4Blitzer auf der Autobahn: Probleme in der Probezeit

Wer als Fahranfänger innerhalb der Probezeit auf der Autobahn geblitzt wird, muss nicht nur mit dem Bußgeld rechnen. Es gelten für diesen Personenkreis besondere Rahmenbedingungen. Bei einer Überschreitung von 20 km/h handelt es sich um einen sogenannten A-Verstoß, der nach § 2a StVG (Straßenverkehrsgesetz) deutlich spürbare Konsequenzen hat.

Zu den Folgen, die ein A-Verstoß (neben dem Bußgeld für Blitzer auf der Autobahn) nach sich zieht, gehören:

  • eine Verlängerung der Probezeit von zwei Jahren auf vier Jahre
  • die Teilnahme an einem Aufbauseminar (bei einem A-Verstoß oder zwei B-Verstößen innerhalb der Probezeit).

Sollte es nach dem Aufbauseminar zu zwei weiteren B-Verstößen oder einem schwerwiegenden A-Verstoß kommen, hat die zuständige Behörde eine Verwarnung und die Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung (innerhalb von zwei Monaten) auszusprechen. In letzter Konsequenz kommt es neben einem wiederholten Bußgeld für Blitzer auf der Autobahn zu einem Entzug der Fahrerlaubnis.

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5Bußgeldbescheid nach dem Blitzer: So gehen Sie vor

Im ersten Moment sitzt der Schreck möglicherweise tief. Wer als Autofahrer einen Bußgeldbescheid erhält, hat zwei Wochen Zeit, um darauf mit einem Einspruch zu reagieren. Dieser kann sich auf verschiedene Gründe stützen, wie beispielsweise:

  • Geräte, die fehlerhaft messen oder nicht geeicht sind,
  • eine unzureichende Beschilderung
  • falsche Angaben zur begangenen Ordnungswidrigkeit
  • Personenangaben, die nicht mit denen des Autofahrers übereinstimmen
  • eine Überschreitung der Verfolgungsverjährung von drei Monaten.

6Richtgeschwindigkeit: Wann es kein Bußgeld und keine Punkte in Flensburg gibt

Auf freien Autobahnabschnitten gilt in Deutschland – anders als in vielen Nachbarländern – keine feste Höchstgeschwindigkeit, sondern eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Sie ist eine bloße Empfehlung ohne verbindlichen Charakter. Ihre Überschreitung ist keine Ordnungswidrigkeit und löst daher weder ein Verwarnungs- noch ein Bußgeld aus.

Ein „Freifahrtschein" ist die Richtgeschwindigkeit trotzdem nicht: Kommt es zu einem Unfall, kann bei einer Überschreitung der 130 km/h eine Teilhaftung drohen – selbst dann, wenn der Unfall nicht verschuldet wurde. Gerichte argumentieren, dass die erhöhte Geschwindigkeit den Unfall begünstigt hat.

Außerdem kann die zulässige Geschwindigkeit auf der Autobahn eingeschränkt werden:

  • Beschilderung: An Unfallschwerpunkten, in Tunneln oder Baustellen wird die Höchstgeschwindigkeit über Schilder festgelegt – häufig 120 oder 130 km/h, in besonders gefährdeten Bereichen bis hinunter zu 60 km/h.
  • Witterung: Bei einer Sichtweite unter 50 Metern – etwa durch Nebel, Starkregen oder starken Schneefall – ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h zu reduzieren.

Sobald eine solche Begrenzung gilt, kann ein Verstoß dagegen wie jede andere Geschwindigkeitsüberschreitung geahndet werden.

Häufige Fragen zu „Bußgeld: Blitzer auf Autobahn”

Wann enden die zwei Wochen Einspruchsfrist?

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Wann muss ich das Fahrverbot antreten?

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Aktuelle Urteile

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September 2022

Landgericht Zwickau

  • 1.000 € Schadensersatz (Versäumnisurteil)
  • Facebook ist selbst für das Datenleck verantwortlich
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August 2023
"Von den Datenlecks hört man ja ständig, aber alleine habe ich mir nicht zugetraut, was dagegen zu machen. Aber wenn es so eine einfache Möglichkeit gibt, ist das mal einen Versuch wert finde ich. Ein Ergebnis habe ich aber noch nicht."
Darius T.
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Oktober 2022

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  • 3.000 € Schadensersatz wegen Verletzung der DSGVO
  • Zuzüglich Zinsen von 4,12 % seit Klageerhebung
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August 2023
"Der Kontakt war bisher sehr freundlich. Mein Verfahren läuft noch, also kann ich noch nichts zum Ergebnis sagen, aber ich fühle mich gut aufgehoben. Man merkt, dass Sie viel Erfahrung haben. Danke."
Alexandra M.
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  • 500 € Schadensersatz wegen erhaltener Werbeanrufe
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November 2021
“Durch helpcheck konnte ich aus drei bereits gekündigten Verträgen nachträglich eine Summe von über 30.000 Euro geltend machen. Ich habe mit dem Geld nicht mehr gerechnet. Vielen Dank!”
Ralf P.
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Landgericht Traunstein

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“Ich habe HelpCheck genutzt, um meine Lebensversicherung auszuzahlen, und ich bin absolut begeistert von dem Service. Die Auszahlung verlief reibungslos und ich habe mein Geld schneller erhalten, als ich es erwartet hatte”
Tobias E.
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“Ich habe nicht damit gerechnet, dass es wirklich so einfach geht, aber: Vom gesamten Ablauf bis hin zum Ergebnis war ich durchweg positiv überrascht.”
Norbert K.
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  • Klage gegen Mr. Green
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  • Klage gegen BWIN
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